Gesundheit – Schwerin – Drese: muss den Sprung in die digitale Zukunft schaffen – Gesundheit

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Gesundheit – Schwerin – Drese: muss den Sprung in die digitale Zukunft schaffen – Gesundheit

Schwerin (dpa/mv) – Die Corona-Pandemie hat nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) technische und organisatorische Defizite im Gesundheitssystem offengelegt. Es besteht ein großer Bedarf an Investitionen und Innovationen. „Corona hat die Digitalisierung des Gesundheitswesens in den Fokus gerückt. Wir müssen endlich flächendeckend den Sprung vom Faxzeitalter in die digitale Zukunft schaffen“, erklärte Drese am Samstag auf der Jahrestagung der Landesärztekammer in Rostock.

Mängel bei der Erhebung, Übermittlung und Auswertung wichtiger Gesundheitsdaten in der Corona-Pandemie hatten für heftige Kritik gesorgt. Die Zahl der Infektionen und die Belegung von Betten mit Corona-Patienten wurden oft mit großer Verzögerung gemeldet. Mit Hilfe einer Software der Universität Greifswald verfügt Mecklenburg-Vorpommern laut Landesgesundheitsamt immer über aktuelle Daten zur Situation in den Kliniken.

Drese verwies auf das 2020 verabschiedete Krankenhaus-Zukunftsgesetz, mit dem sich die Bundesregierung verpflichtet habe, drei Milliarden Euro bereitzustellen. Die Bundesländer steuern weitere Investitionsmittel in Höhe von 1,3 Milliarden Euro bei. Für die 37 Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern können laut Drese bis zu 86 Millionen Euro abgerufen werden, um die Digitalisierung voranzutreiben und damit auch die Bedingungen für die Telemedizin zu verbessern.

Die Patientenversorgung und der fachliche Austausch über das Internet werden von Experten als deutlich wichtiger angesehen, insbesondere in dünn besiedelten Regionen. Aber auch Investitionen in moderne Notfallkapazitäten und der Aufbau elektronischer Dokumentationssysteme für Pflege- und Behandlungsdienste oder medizinische Netzwerke könnten gefördert werden.

Drese nahm die Tagung zum Anlass, den Ärzten des Landes für ihren Einsatz für die medizinische Versorgung unter Pandemiebedingungen zu danken. „Sie haben in den vergangenen zwei Jahren hervorragende Arbeit im Kampf gegen Corona geleistet. Auf Ihre fachliche Expertise und Ihr hohes Engagement konnten Sie sich stets verlassen“, sagte sie.

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