Moderna auf Corona-Impfstoff verklagt – so lautet der Vorwurf

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In den vergangenen beiden Pandemiejahren sind etliche Unternehmen rund um die Corona-Impfstoffe in den Fokus gerückt. Dazu gehört auch das Pharmaunternehmen Moderna, das seinen Corona-Impfstoff auf den Markt gebracht hat. Dies kann jedoch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Für das Geschäftsjahr 2021 weist Moderna einen Gewinn von über zehn Milliarden Euro aus. Hauptverantwortlich für diese Zahlen ist natürlich der weltweit eingesetzte Corona-Impfstoff des Unternehmens. Allerdings gibt es jetzt Kontroversen über die darin verwendete Technologie.

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Denn zwei kleinere Firmen, die ihren Sitz im kanadischen Vancouver haben, haben das laut der britischen Tageszeitung jetzt „Tägliche Post“ eine Klage gegen Moderna eingereicht. Der Punkt ist, dass Moderna ihrer Ansicht nach eine von ihnen entwickelte und patentierte Nanopartikel-Technologie über den mRNA-Impfstoff hätte verwenden sollen.

Patentinhaber fordern Entschädigung für Technologiediebstahl

Allerdings habe das Unternehmen in keiner Weise beabsichtigt, mit den Patentinhabern zusammenzuarbeiten und habe dementsprechend keine Nutzungsrechte an der Technologie – so lauten die Vorwürfe gegen Moderna. Nun droht dem Unternehmen offenbar ein Gerichtsverfahren, in dem dieser Sachverhalt aufgearbeitet werden soll.

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William Collier, CEO von Arbutus, der die Klage eingereicht hat, fordert nun „eine faire Entschädigung“. Wichtig ist ihm, dass sein Unternehmen viel Arbeit und Geld in die Entwicklung der Technologie gesteckt hat. Moderna schnappte sich diese, ohne ein Recht darauf zu haben.

Aber worum geht es eigentlich bei der Nanopartikeltechnologie? Laienhaft beschrieben wirkt dies wie eine Art Schutzschicht im injizierten Impfstoff, ohne die nach Ansicht der Patentinhaber der komplette Impfstoff nicht die gleiche Wirkung hätte. Laut Arbutus Moderna hätte die Entwicklung eines Impfstoffs ohne den Einsatz der Nanopartikeltechnologie länger gedauert. Dies sollte auch bei der Beurteilung einer möglichen Entschädigungszahlung berücksichtigt werden. Ob dies der Fall sein wird und wie hoch diese ausfallen wird, wird sich nun bei der Staatsanwaltschaft beschäftigen.

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