Rekordeinsatzbilanz und viele zusätzliche Dienststunden für das THW in Pforzheim – Pforzheim

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Pforzheim. Noch nie in seiner fast 70-jährigen Geschichte war der auf der Wilferdinger Höhe in Pforzheim stationierte THW-Ortsverband so gefordert wie im Jahr 2021. Insgesamt leisteten die 68 aktiven Mitglieder des THW-Ortsverbandes Pforzheim exakt 10.612 Stunden auf breiter Basis abwechslungsreiche Aufgaben. Um dies leisten zu können, müssten acht Arbeiter ein ganzes Jahr arbeiten.

Neben dem Transport von Schutzausrüstung für Seniorenheime, wo THW-Fahrzeuge mit Ladebordwand hervorragende Dienste leisteten, montierten und demontierten die Pforzheimer THW-Einsatzkräfte die Spielfeldbegrenzungen in der St. Maur-Halle, die die Stadt Pforzheim als Impfzentrum für zehn Personen nutzte Monate gedient. Auch beim 24-Stunden-Impfmarathon im CongressCentrum stellte der Ortsverband Pforzheim Helfer für die Verwaltung und den reibungslosen Ablauf der Impfaktion zur Verfügung. Auf der Autobahn A8 machten sich die Auswirkungen des Klimawandels bemerkbar, als Starkregen binnen kürzester Zeit ganze Fahrspuren überschwemmte. Erstmals mussten die Feuerwehren Schlauchboote auf der Autobahn einsetzen, um im Wasser eingeschlossene Personen zu retten. Gemeinsam mit Kameraden der Feuerwehr und der benachbarten Ortsgruppe Niefern-Öschelbronn pumpten die Einsatzkräfte des THW Pforzheim die überfluteten Fahrspuren leer und sorgten so dafür, dass der Verkehr auf der Autobahn wieder fließen konnte. In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli hat Sturmtief „Bernd“ Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hart getroffen. In den Katastrophengebieten wurden 182 Tote und über 800 Verletzte gemeldet. Der THW-Ortsverband Pforzheim stellte über mehrere Wochen Personal und Geräte für den geordneten Einsatz aller Hilfsorganisationen bereit. Die Pforzheimer Fachgruppe Rodung, ausgestattet mit einem von nur sechs Raupenbaggern im THW, wurde mehrfach von der Einsatzleitung im Ahrtal beauftragt, Schutt zu beseitigen und Flächen einzuebnen. Brände in Königsbach-Stein, in Bruchsal und auf der Deponie Hohberg riefen die Einsatzkräfte an. Auch hier setzten sie den Raupenbagger ein, um der Feuerwehr die Durchführung von Löscheinsätzen durch den Transport und das Auseinanderziehen des brennbaren Materials zu ermöglichen. „Es ist unglaublich und einfach großartig, was die Pforzheimer THW-Kräfte in diesem Jahr geleistet haben“, lobte Bernd Braun, Ortsbeauftragter des THW Pforzheim, das Technikteam. 2021 wäre die Zahl der Gesamtdienststunden um fast 50 Prozent gestiegen.