Unfall in Oberbayern: Ein Toter und Verletzter bei S-Bahn-Unfall – Unterhaltung

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Nach Angaben eines Sprechers der ADAC Luftrettung war die Besatzung des ADAC-Hubschraubers „Christoph Murnau“ einer der Ersthelfer am Unglücksort. Der Helikopter habe jedoch nur rund 300 Meter entfernt landen können, da das Gelände am Unfallort eine Landung nicht zulasse, sagte er.

Vier bis fünf Schwerverletzte

Anschließend retteten die ADAC-Luftretter vier bis fünf Schwerverletzte aus dem stark beschädigten Teil des Zuges. Insgesamt seien sechs Rettungshubschrauber aus Deutschland und Österreich vor Ort im Einsatz gewesen, die Verletzten aber schließlich mit Rettungsfahrzeugen in die Kliniken gebracht worden, erklärte der ADAC-Sprecher.

Laut Polizeisprecher Franken ist einer der Züge entgleist, beide Züge stehen aber noch. Rund 130 Polizisten und zahlreiche Feuerwehrleute waren für die Rettungsarbeiten und Ermittlungen vor Ort.

„Schreckliche Nachrichten“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) drückte nach dem Unfall auf Twitter seine Bestürzung aus. „Das sind schreckliche Neuigkeiten“, schrieb Söder am Montagabend. „Wir trauern mit den Angehörigen und wünschen allen Verletzten des S-Bahn-Unglücks gute Besserung.“

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) fuhr am Abend zur Unfallstelle. „Ich bin tief betroffen, weil so viele Menschen leiden“, sagte sie. Das Wichtigste ist jetzt, dass die Verletzten und ihre Angehörigen versorgt und unterstützt werden. Zu möglichen Konsequenzen wollte sie sich nicht äußern. „Zunächst müssen wir die Unfallursache ermitteln. Wenn wir sie kennen, können wir die Schlüsse ziehen.“

Strecke gesperrt

Der Bahnhof liegt an der Strecke der S7 von München nach Wolfratshausen. Als Betreiberin der S-Bahn hatte die Deutsche Bahn (DB) zunächst per Twitter mitgeteilt, dass sich im Bereich zwischen Ebenhausen-Schäftlarn und Baierbrunn „Objekte auf der Strecke“ befänden. Später wurde bekannt, dass die Strecke wegen Rettungsdienst und Polizeieinsatz gesperrt und ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet worden sei.

Auch die Bahn drückte ihr Bedauern aus. „Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Unfallopfer. Wir wünschen den Verletzten schnelle und vollständige Genesung“, sagte Heiko Büttner, Leiter der S-Bahn München. Darüber hinaus richtete die DB eine telefonische Hotline für Angehörige und Betroffene ein (0800 3111 111).

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