Virologe bezweifelt Herdenimmunität durch Omikron im TV: „Immun gegen was?“ – Gesundheitsexperten

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Die omicron-Variante breitet sich in Deutschland rasant aus. Da es aber milder ausfallen soll, hoffen viele, dass dies zu einer weit verbreiteten Immunität in der Bevölkerung und damit zu einem Ende der Pandemie führen könnte. Virologe Martin Stürmer ist skeptisch.

„Die Frage ist: Immun gegen was? Ich bin mir nicht so sicher, ob die Immunität nach einer omicron-Infektion wirklich ausreicht, um vor anderen Varianten effizient geschützt zu sein. Man muss nur genauer hinsehen. Wir haben in Deutschland eine gewisse Impflücke, die ist bekannt. Vor allem bei den über 60-Jährigen. Wenn Omikron das jetzt mit dieser Vehemenz durchzieht, dann stehen wir vorher vor riesigen Problemen. Es ist schwer abzuschätzen, was danach passiert. Omicron ist sicherlich ein Kandidat, der es schaffen könnte das ist möglich, aber das ist noch nicht abschließend geklärt“, erklärte der Virologe.

Virologe Martin Stürmer im TV: Zu viel Unsicherheit über omicron-Verläufe bei Ungeimpften

Striker erklärte, dass derzeit noch zu wenig darüber bekannt sei, wie sich Omikron mit Ungeimpften verhält. Bei den milden Verläufen handelt es sich derzeit vor allem um Impfdurchbrüche und Infektionen bei jüngeren Menschen. Zuletzt hatte unter anderem der Virologe Christian Drosten Hoffnung geäußert, Omikron könne die endemische Situation der Pandemie einleiten. Voraussetzung dafür ist jedoch ein breiter Impfschutz in der Bevölkerung.

Die ganze Sendung können Sie im sehen ARD-Mediathek nachverfolgen.

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